It’s the end of the world as we know it… and I feel fine

„Was ist besser als eine Bank zu überfallen? Selber eine Bank aufmachen!“

Selten war dieser Witz aktueller als dieser Tage. Profit um jeden Preis, willkürliche Bewertungen von Unternehmen am anderen Ende der Welt auf Grundlage von Bauchgefühlen. Alle wollen sie gewarnt haben vor der großen Krise, aber sogar die, die heute empfehlen Depots zu behalten, haben ihre schon längst verkauft. Panik greift um sich in der globalisierten Kapitalgesellschaft. Eine Blase platzt nach der Anderen; die großen Automobilkonzerne müssen ihre Produktion zurückfahren. Eine Idee, was das bedeutet? Richtig; Grundlagen der Volkswirtschaftslehre: Weniger Leute haben Geld, deshalb konsumieren sie auch weniger. Waren werden zwar produziert, aber können nicht mehr abgesetzt werden. Deshalb wird in der Produktion, natürlich auch beim „Produktionsfaktor Mensch“ eingespart. Die Arbeiter also folgerichtig entlassen, damit sie nicht mehr bezahlt werden müssen. Was machen die dann? Frecher- und unverständlicher Weise konsumieren die dann nicht was geht, um die Wirtschaft zu retten, sondern versuchen irgendwie über die Runden zu kommen. Wie gemein… Es lebe der Teufelskreis!
Würden sich wenigstens Menschen auf der ganzen Welt an den Ratschlag von Stephan Schulmeister „Im Zentrum“ letzten Sonntag halten und „ausgeben!“, hätten wir vielleicht Chancen auf eine „gemütliche Landung“. Aber schlauerweise werden jetzt unbegrenzte Garantien auf Spareinlagen geboten, was meiner Meinung nach folgendes bewirkt:
a.) Jeder, der Geld auf der Bank hat, wird’s da lassen und NICHT damit die Wirtschaft (z.B. in Form von Hamsterkäufen in Erwartung dessen, was uns noch blüht in den nächsten Jahren) ankurbeln.
b.) Im „Schadensfall“, d.h.: eine Bank geht Bankrott, weil sie sich eben „verspekuliert“ hat, wird Geld von den vielen Mindestlohnempfängern und Mc-Jobbern auf die umverteilt die so reich sind, dass sie fürchten müssen in Europa nicht genügend Banken zu finden, um ihr Vermögen mit einzelnen Sparbüchern zu je € 20.000 sichern zu können.
Sehr sozial und schön. Apropos schön: Viele Kapitalgesellschaften waren gar nicht so dumm und haben Casino gespielt. Die haben sich „rückversichert“. Bin schon sehr gespannt, wie das wird, wenn diese „Kapitalversicherungen“ für geplatzte Blasen zur Kasse gebeten werden. Schätzungen gehen da in die Billionen. Kann das der Staat abfedern? Sicher nicht. Das Ende des Kapitalsystems? Vielleicht wäre das langsam wirklich an der Zeit.
Gerade dieser Tage sehen wir ‚mal wieder, wo die Reise hingeht, wenn „Lehman Brothers“, „Goldman Sachs“ und wie sich diese ganzen Banken, verteilt über die ganze Welt, auch immer nennen mögen, ohne Kontrollen  einfach so machen können, was sie wollen. Der Staat muß einspringen und „vernichtet“ so Vermögen, dass besser anders genutzt werden sollte, als es in Form von Zinszahlungen, unter anderem auch auf das Konto der Weltbank, noch in hundert Jahren zu überweisen. Geld fürs Gesundheitssystem fehlt, Geld für Teuerungszulagen fehlt, aber Geld fürs Banksystem ist immer da. Am besten wäre dann auch noch, wenn der Staat Aktien und ganze Fonds, die niemand mehr haben will, der halbwegs bei Verstand ist, kaufen würde, was Gottseidank gerade noch von Deutschland verhindert wurde.

Sollen sie doch einmal Verluste machen. Sicher würde so ein Rettungskauf einiges im maroden Finanzsystem abfedern können, aber es scheint mir immer mehr so, als würden einige eine harte Landung eben auch brauchen, damit ihnen am Boden die Augen aufgehen.
Der Wirtschaft wurde ein Nullwachstum prognostiziert. Das klingt vielleicht im ersten Moment nicht schlimm, schließlich wird Null nicht als Minus wahrgenommen. Wenn wir aber berücksichtigen, dass es so Dinge wie etwa die Inflation gibt und auch nicht vergessen, dass sicher nicht jeder Gewinn 1:1 an die werktätige Bevölkerung weitergegeben wird, müssen wir davon ausgehen, dass das Wirtschaftswachstum um die 4% liegen muß, damit es den Menschen in ca. „gleich gut“ geht, wie im vorherigen Jahr. Eine Wirtschaft sollte also immer wachsen. Tut sie aber nimmer wirklich. Ist das Ende des Gelände erreicht? Das werden wir in den nächsten Jahren sehen.

Analysten rechnen mit steigender Arbeitslosigkeit, folglich wird die Kaufkraft sinken. Die Konjunktur schwingt weiter ab… und so weiter. Bin gespannt, wie lange das geht. Zwei, drei Jahre und gesellschaftliche Probleme werden um vieles deutlicher zu spüren sein. Bereits bestehende Spannungen sich verstärken. Das hat uns das Kapitalsystem in der jetzigen Form gebracht. Vielleicht wäre es langsam wirklich an der Zeit den christlichen Ansatz der Zinslosigkeit umzusetzen; als einen ersten Schritt mit dem Ziel einer geldlosen Zukunft!

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Eine Antwort zu “It’s the end of the world as we know it… and I feel fine”

  1. sterndal sagt:

    hey!

    thanks for sharing your link 🙂

    it’s a nice blog you have…

    cheers!

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